FAQ
Sklerotherapie
Wann kann die Sklerotherapie eingesetzt werden?
Mit diesem Verfahren können alle Formen von Krampfadern behandelt werden. Sie eignet sich besonders gut zur Entfernung von Besenreisern (Mikro-Sklero). Mit der neuartigen ultraschallgesteuerten Schaum-Sklero lassen sich auch größere oder tiefer gelegene Krampfadern sehr gut behandeln.
Wie funktioniert die Sklerotherapie?
Nach Punktion mit einer kleinen Nadel wird das Sklerosierungsmittel (Flüssigkeit = Flüssig-Sklero oder Schaum = Schaum-Sklero) in die Krampfader gespritzt. Das Gefäß wird verklebt, verwächst allmählich und baut sich ab. Die Krampfader verschwindet, die Venenfunktion bessert sich.
Sind Besenreiser eher eine ästhetisch störende Erscheinung?
Ja. Besenreiser können allerdings Anzeichen für Venenleiden sein. Vor allem, wenn sie an Innenknöcheln und Fußrändern auftreten.
Kommen behandelte Besenreiser wieder?
Meistens ist die Behandlung erfolgreich. Aufgrund familiär vererbter Neigung können sich neue Besenreiser bilden. Durch regelmäßige Nachsklerosierung können Sie Ihre schönen Beine erhalten.
Sollte man Besenreiser sklerosieren oder mit dem Hautlaser behandeln?
Derzeit ist die Sklerotherapie sicherer, schmerzärmer und preiswerter. Bei bestimmten kleinen Gefäßen kann der Einsatz von Lasern der modernsten Generation (Neodym-Yag-Laser) sinnvoll sein.
Was sollten Sie nach einer Sklerotherapie beachten?
Nach jeder Sitzung sollten Sie 15 Minuten umherlaufen. Meiden Sie für zwei Wochen Sauna und Sonnenbaden. Tragen Sie Kompressionsverbände, falls empfohlen.
Miniphlebektomie
Wann kann die Miniphlebektomie eingesetzt werden?
Mit diesem Verfahren lassen sich oberflächlich gelegene und vorstehende Astkrampfadern unterschiedlicher Größe schonend entfernen. Für ein optimales Ergebnis verwenden wir oftmals eine Kombination mit einem der anderen Verfahren.
Wie funktioniert das Verfahren?
Die zu behandelnden Krampfadern werden im Stehen eingezeichnet. Ultraschall und Speziallicht helfen dabei (Mapping). Nach Lokalanästhesie werden kleine Hautstiche gesetzt, und die Krampfader wird mit kleinen Häkchen entfernt.
Sollte man Krampfadern sklerosieren oder minichirurgisch entfernen?
Bei kräftigen oberflächlichen Krampfadern lassen sich mit der Miniphlebektomie bessere ästhetische Ergebnisse erzielen; bei tiefer liegenden Krampfadern eher mit der Schaum-Sklerotherapie. Eine Kombination beider Methoden ist oftmals am besten geeignet.
Warum liefert die Miniphlebektomie narbenfreie Ergebnisse?
Bei der Minichirurgie werden nur 1-3 mm kleine Hautstiche gesetzt und kleinste Häkchen verwendet. Spezielle Pflaster sorgen für den optimalen Wundverschluss, eine Hautnaht ist nicht notwendig.
Endolasertherapie
Wann kann die Endolasertherapie eingesetzt werden?
Der Endolaser kann meist angewendet werden, wenn die Stammvenen betroffen sind. Daher stellt das Verfahren eine Alternative zur klassischen Krampfaderoperation (Stripping) dar.
Wie funktioniert das Verfahren?
Die Krampfader wird unter Ultraschall-Kontrolle wie bei einer Blutentnahme punktiert. Der Arzt schiebt die Laserfaser per Katheter durch die Stammvene bis zur Hauptvenenklappe (Krosse) vor. Beim Zurückziehen wird die Krampfader durch die Laserenergie verschlossen. Der krankhafte Rückfluss ist sofort gestoppt. Die Vene baut sich mit der Zeit ab und verschwindet. Die gesunden Venen übernehmen wieder den Abtransport des Blutes.
Was geschieht mit der Krampfader?
Die verschlossene Stammvene schrumpft zu einem Strang aus Bindegewebe und baut sich mit der Zeit vollständig ab. Die Krampfader verschwindet.
Warum ist die Endolasertherapie schonender als die klassische Krampfaderoperation (Stripping)?
Durch die Kathetertechnik lassen sich Narben und Schnitte vermeiden. Die Stammvene wird von innen verschlossen. Eine Vollnarkose entfällt. Beim Stripping wird die Stammvene herausgezogen. Dazu ist eine kleinere Operation in der Leiste oder Kniekehle erforderlich.
Radiowellentherapie
Wann kann die Radiowellentherapie eingesetzt werden?
Das Verfahren eignet sich zur Behandlung der Stammvenen. Bei Frühformen von Krampfadern ist diese Therapie sehr schonend. Eine Kompression ist nur wenige Tage notwendig.
Wie funktioniert das Verfahren?
Der Arzt führt einen Einwegkatheter durch die Stammvene bis zur Hauptklappe (Krosse) vor. Radiowellen-Energie erhitzt die Katheterspitze auf 85° C. Der Katheter wird langsam zurückgezogen. Dabei schrumpft die Hitze die Vene zusammen. Die verschlossene Vene baut sich ab und verschwindet.
Wie unterscheiden sich Radiowellen- und Endolasertherapie?
Bei der Durchführung des Eingriffs bestehen keine wesentlichen Unterschiede. Nach einer Untersuchung beraten wir Sie ausführlich über das für Sie geeignete Verfahren.
Stripping-Operation
Wann kann das Verfahren eingesetzt werden?
Die Krampfaderoperation eignet sich für Stammvenen. Eine Stammvene lässt den Draht passieren, mit dem sie herausgezogen wird (Stripping).
Wie funktioniert das Verfahren?
Die Leiste bzw. Kniekehle wird operativ geöffnet. Dort wird die Stammvene von der tiefen Vene abgetrennt. Weitere Äste werden zugebunden. Der Arzt zieht einen Draht durch die Stammvene und bindet ihn am anderen Ende der Krampfader fest. Der Draht wird mit der Stammvene herausgezogen.
Kann man wiedergekommene Krampfadern nach erfolgter Operation behandeln?
Das hängt vom Einzelfall und dem Befund einer Farbdoppler-Ultraschall-Untersuchung ab. Bei wiedergekommenen kräftigen Ästen aus der Leiste oder Kniekehle (Krossenrezidiv) kann eine erneute Operation sinnvoll sein. Bei vielen kleinen Ästen ist die ultraschallgesteuerte Schaum-Sklerotherapie eine sinnvolle Alternative.
Wie aufwändig ist das Stripping?
Es wird in vielen Fällen ambulant oder ggf. auch stationär operiert. Meist ist eine Vollnarkose erforderlich. In bestimmten Fällen ist eine Lokalanästhesie möglich. Es ist mit einer Arbeitsunfähigkeit von ein bis drei Wochen zu rechnen. Kompression: vier bis sechs Wochen.