Krampfadern – Ursachen, Formen, Untersuchung  und Behandlung

Haben Sie oft schwere, müde oder geschwollene Beine? Sichtbare, bläuliche Adern an den Beinen oder Hautveränderungen? Kampfadern können die Ursache sein!

Was sind Krampfadern?

Krampfadern (Varizen) sind erweiterte, geschlängelte Venen, die meist an den Beinen auftreten. Sie entstehen, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und das Blut zurückfließt, statt zum Herzen zu gelangen. Dadurch staut es sich in den Bein-Venen, dehnt die Gefäßwände und macht sie sichtbar. Unbehandelt kann dies zu Beschwerden, Gesundheitsschäden und Risiken führen. 

Ursachen und Risikofaktoren

Krampfadern entstehen häufig durch eine Kombination aus genetischen und Lebensstil-bedingten Faktoren:

- Bewegungsmangel, insbesondere langes Stehen und Sitzen
- Übergewicht, das den Druck auf die Venen erhöht
- Hormonelle Veränderungen, z.B. in der Schwangerschaft
- Höheres Lebensalter, da die Elastizität der Venen mit der Zeit nachlässt
- chronische Venenschwäche oder vorangegangene Thrombosen
 

Formen von Krampfadern

Besenreiser  (Teleangiektasien) – feinste, rötlich-bläuliche Äderchen direkt unter der Haut, die meist harmlos, aber kosmetisch störend sind
Retikuläre Krampfadern – mittlere, netzartig verlaufende Venen
Astkrampfadern: erweiterte mittel - und grosse sichtbare geschlängelt Krampfadern 
Stammvarikose – ausgeprägte Krampfadern der großen Stammvenen, äusserlich nicht sichtbar. 
Bild-Illustration Stammvarikose Anatomie Broschüre 

Besonders nicht optimal funktionierende Stammvenen (Stammvarikose) sind oftmals die eigentliche Ursache für Venenschwäche, Beschwerden und ernstzunehmende Folgererkrankungen und Risiken. Da dies nicht von aussen beurteilt werden kann, ist eine qualifizierte Untersuchung mit Farbdoppler-Ultraschall durch den Phlebologen erforderlich. 
Dabei werden u.a. die Funktion der Stammvenen untersucht, nämlich die grosse Rosenvene (Vena Saphena Magna), aus der Leiste entspringend und die kleine Rosenvene (Vena Saphena Parva), aus der Kniekehle entspringend.

Neben der Untersuchung der Krampfader-Typen ist auch eine Früherkennung von Schwellungen (Ödemen), Hautveränderungen (Pigmentierung, Ekzem,) und Geschwüren (Ulkus) wichtig. Dies wir mit Hilfe der CEAP-Klassifikation durchgeführt. 

Mögliche Beschwerden und Folgen

Unbehandelte Krampfadern können zu Beschwerden wie schweren, schmerzenden Beinen, Schwellungen oder nächtlichen Wadenkrämpfen führen. In schweren Fällen können Entzündungen, Hautveränderungen oder sogar offene Wunden (Ulcus cruris) entstehen. Auch das Risiko für oberflächliche Thrombosen (Venenentzündung), tiefe Thrombosen und Lungenembolie kann bei nicht behandelten Krampfadern erhöht sein.

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Ausprägung der Krampfadern gibt es verschiedene Behandlungsmethoden:

  • Kompressionstherapie: Tragen von Kompressionsstrümpfen/Verbänden zur Unterstützung des Blutflusses. Mehr zur Kompressionstherapie
  • Sklerotherapie: Verödung von Krampfadern aller Grössen durch Einspritzen einer speziellen Lösung. Mehr zur Sklerotherapie
  • Katheter-Therapie mittels Radiofrequenz - oder Lasertherapie: schonende Verfahren zur Verschließung erkrankter Venen. Mehr zur Katheter-Therapie
  • Miniphlebektomie: minimal-invasiv schonenende Methode, um Ast-Krampfadern durch kleine Hautstiche zu entfernen. Mehr zur Miniphlebektomie
  • Operation (z. B. Venenstripping): klassische OP-Methode, wenn die Katheter-Therapie nicht angewendet werden kann
  • Weitere Methoden wie CHIWA, Venenkleber, Valvuloplastie Sklerosen nach Prof. Linser etc. haben sich nicht dauerhaft durchgesetzt und stellen keine sinnvollen Stadardverfahren dar! Gerne informieren wir Sie im Rahmen der Therapieaufklärung!

Vorbeugung von Krampfadern

Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung mit Vermeidung von Übergewicht, das Vermeiden von überlangem Sitzen oder Stehen können helfen, Krampfadern vorzubeugen oder das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. 

TIPP: Machen Sie den Venencheck oder vereinbaren Sie einen Untersuchungs-Termin.